Was ist um 6 Uhr im Sportheim los…

Am vergangenen Wochenende hatte die SpVgg ihr Auswärtsspiel in Hochmössingen auf den Samstag gelegt. So war jedem im Vorhinein klar, dass es bei einem Sieg im Sportheim ans Glas geht.Jochen Riedmüller spielte jahrelang für die SGM Hochmössingen/Aistaig und organisierte ein gemeinsames Essen beim örtlichen Griechen – Aischtaig was koscht die Welt.Diese Motivation war in der ersten Halbzeit nicht unbedingt zu spüren. Auf dem Platz stellte sich schnell heraus, dass Hochmössingen nicht viel entgegenzusetzen hatte – allerdings wollte bei uns zuerst auch nichts zusammenlaufen. An was hat es gelegen?War es die Abwesenheit des Vorstands, der sich an der Nordsee eine kurze Auszeit gönnt?War es das Spielsystem mit 5 – 2 – 2 – 1, das unserer Mannschaft schwer gefallen ist?War es das schlechte Wetter?Was soll man sagen … ein typischer Herbstkick bei leichtem Regen. Es war zu verstehen, dass der Großteil unserer Fans da lieber zuhause auf dem Sofa geblieben ist.Trotzdem arbeiteten wir uns immer mehr Chancen heraus. Letztendlich fiel in der 37. Minute das 1:0 durch Florian „Mülli“ Müllhäuser. Ich kann es nicht mal beschreiben. Ich war auf dem Weg zum Auto und holte mir eine wärmere Jacke.Die grösste Chance von Hochmössingen war ein nicht gegeben Elfmeter, bei dem wir wirklich Glück hatten, dass der Schiri nicht zur Pfeife gegriffen hat.In der zweiten Halbzeit kam die Sonne raus… … und das Spiel wurde ereignisreicher und wir stellten auf 4 – 1 – 4 – 1 um.Es ging gleich gut los, da Sascha Jung vom IV in den Sturm wechselte. Da Sascha glaub ich seit 45 Jahren nur als IV spielt, war dies ein echter Leckerbissen für die Zuschauer und jeder wartete mal ab… wär ja der Wahnsinn, wenn ihm ein Tor gelingen würde. Soweit sollte es nicht kommen und er wurde, wie abgemacht nach 10 Minuten für Alexander Sauter ausgewechselt. Ich weiß gar nicht, bei wem es mehr Freude gemacht hat zuzuschauen.Je mehr die Sonne kam, desto besser spielten wir uns ein und uns gelang in der 62. Minute das 2:0 durch Manuel „ManU“ Bister. Kurz darauf verkürzte die SGM wieder auf 2:1 und es begann nun die spannendste Phase des Spiels.In einem Zweikampf am Fünfer verletzte sich unser Goalie Ruben am Fuss und es war nicht klar, ob er weiter spielen kann. Unser zweiter Golie hielt sich zu diesem Zeitpunkt ja schon im Sturm auf: #FachkräftemangelEr stand auf und humpelte noch. Wir spielten erstmal so weiter.Zum Glück markierte Ronny Beck das 3:1, sodass wir etwas Puffer hatten. Ruben konnte nicht mehr richtig laufen geschweige denn einen hinter die Abwehr fliegenden Ball ablaufen. So entschied sich unser Trainer Stefan Nezel, der am Samstag noch angeschlagen vom Spielfeldrand coachte, doch für die sichere Variante Alex ins Tor zu stellen und Ruben vom Platz zunehmen. Auf altem Terrain bewegte sich Alex wie ein junger Gott … also wie früher. Da brennte nichts mehr an.Flo machte zum Abschluss noch seine zweite Bude zum 4:1 und das Spiel war durch. Herzlichen Glückwunsch – die Party konnte beginnen.Fragt bei Gelegenheit gerne mal bei den Spielern nach, was sich danach noch in Sportheim ereignet hat. Es war auf jeden Fall so heftig, dass sich am nächsten Tag die Vorstandschaft im Gruppenchat gemeldet hat und Sanktionen ankündigte. Das Gute ist, es ist wohl alles reparierbar.Anscheinend ging es doch nicht ganz bis 6 Uhr, war aber wohl eine angemessene Feier. Dem Ladeplatz der altehrwürdigen denkenhohen Zimmerpflanze aus dem Sportheim nach zu urteilen, war noch ordentlich Bewegung drin.

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